Verspieltes Vertrauen – offener Brief des Gemeinderates der Gemeinde Birx

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Mit viel Unverständnis und Angst vor der Zukunft verfolgen wir seit Wochen die Debatte um die geplante Schulschließung in Frankenheim.

Vertrauen in die Bemühungen gewählter Vertreter, Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen zu treffen und vor allen Dingen diese Entscheidungen transparent darzustellen, ist verspielt worden. Ja, es gab eine öffentliche Kreistagssitzung, unter anderem zu dem Thema Schulnetzplanung. Dort blieben jedoch viele Fragen ungeklärt und bislang scheint es keine Bemühungen zu geben, diese Fragen seitens des Landkreises zu klären. Diese Intransparenz ist schade und in Zeiten eines beunruhigenden politischen Stimmungswechsels in Thüringen, Mühlen auf die Räder von Populisten.

Das verspielte Vertrauen sehen wir andererseits auch in einem fragwürdigen Umgang mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln. Oft wird über klamme Kassen geredet. Die Grundschule Frankenheim beherbergte bis im Jahre 2008 eine Regelschule. Zeitweise wurden dort an die 300 Kinder und Jugendliche unterrichtet. Die Größe und der Standard der Schule reichen aus, um für die geplante Übergangsfrist die Schüler der GS Kaltennordheim und der GS Frankenheim gemeinsam dort zu unterrichten. Warum muss also überhaupt für mehrere Millionen Euro ein neues Schulgebäude in Kaltennordheim gebaut/saniert werden?

Die Damen und Herren Kreistagsmitglieder sollten interessiert daran sein, sich in dieser, bisher einseitig durch Gegner der getroffenen Entscheidung geführten Diskussion, einzuschalten und durch Transparenz versuchen verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen.

Niemand gibt gerne Fehler zu, tut man es doch, zeigt es Menschlichkeit und Größe.

Der Bürgermeister und die Mitglieder des Gemeinderates der Gemeinde Birx

[ Für den Inhalt der auf dieser Webseite veröffentlichten „offenen Briefe“ ist die jeweilige Verfasserin bzw. Verfasser verantwortlich. ]