Gemeinsamer Weg für die Rhön: Schulkonferenz der Grundschule Frankenheim geht den nächsten Schritt

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Während für die Schülerinnen und Schüler die Sommerferien begonnen haben, geht die Arbeit an der Schulnetzplanung in der Rhön weiter. Nach zahlreichen Gesprächen zeichnen sich erstmals die Konturen einer gemeinsamen Lösung ab. Statt über einzelne Schulstandorte zu diskutieren, rückt zunehmend ein Konzept in den Mittelpunkt, das den Bildungsstandort Rhön langfristig sichern soll.

Einen wichtigen Schritt hat nun die Schulkonferenz der Staatlichen Grundschule Frankenheim gemacht. Sie beschloss am 29. Juni einstimmig, die Errichtung einer Thüringer Gemeinschaftsschule zu unterstützen und den Antrag auf eine Schulartänderung auf den Weg zu bringen. Damit wurde die Grundlage geschaffen, die nächsten Schritte gemeinsam mit allen Beteiligten weiter auszuarbeiten.

Dem Beschluss gingen intensive Gespräche zwischen den Schulen der Rhön, Elternvertretungen, Gemeinden und weiteren Beteiligten voraus. Auch an den Schulen in Kaltennordheim wurden bereits entsprechende Beschlüsse gefasst, die diesen Weg unterstützen. Das gemeinsame Ziel ist klar: keine Einzellösungen, sondern ein tragfähiges Konzept für die gesamte Region.

Ein wichtiger Baustein war eine digitale Informationsveranstaltung von Eltern für Eltern, moderiert durch Nicole Pankalla, der amtierenden Kreiselternsprecherin aller Grundschulen im Schulamtsbezirk Südthüringen. Neben einer mit dem Staatlichen Schulamt abgestimmten Präsentation flossen auch die Erfahrungen von Tobias Krüger (Schulelternsprecher der TGS Grabfeld und Kreiselternsprecher der Thüringer Gemeinschaftsschulen im Schulamtsbezirk Südthüringen) ein, an dessen Schule das Modell der Thüringer Gemeinschaftsschule bereits seit 2013 erfolgreich gelebt wird.

Im Anschluss wurden auch die Eltern der Grundschule Frankenheim befragt – ohne eine einzige Gegenstimme. Diese geschlossene Haltung spiegelte sich schließlich auch in der einstimmigen Entscheidung der Schulkonferenz wider.

Aus Sicht der Eltern eröffnet eine Thüringer Gemeinschaftsschule große Chancen für die Rhön. Kinder könnten länger gemeinsam lernen und hätten mehr Zeit, ihren individuellen Bildungsweg zu entwickeln. Die Regelschule in Kaltennordheim wäre dabei fester Bestandteil der Thüringer Gemeinschaftsschule, während das Gymnasium in Kaltensundheim als Kooperationspartner einen durchgängigen Übergang in die gymnasiale Laufbahn ermöglichen könnte.

Ebenso wichtig ist die Bündelung der Stärken aller Schulstandorte. Jede Schule der Rhön verfügt über engagierte Lehrkräfte, bewährte Konzepte und besondere Schwerpunkte. Gemeinsam genutzt, entstehen daraus bessere Bildungsangebote für alle Kinder.

Sollte eine Thüringer Gemeinschaftsschule Rhön entstehen, sehen die Eltern der Grundschule Frankenheim ihren Schulstandort aufgrund seiner vorhandenen Infrastruktur und Kapazitäten als die geeignete Grundlage. Das Schulgebäude ist vollständig saniert und digital ausgestattet, verfügt über ausreichend Platz für weitere Klassen, eine Turnhalle direkt am Schulgebäude, großzügige Außenanlagen, eine Aula sowie einen modernen Hort mit Bibliothek. Aus Sicht der Eltern sind damit alle Voraussetzungen vorhanden, einen Grundschulbereich der TGS Rhön in Frankenheim anzusiedeln.

Seit inzwischen zweieinhalb Jahren engagieren sich Eltern, Lehrkräfte, Gemeindevertreter und zahlreiche Unterstützer für den Erhalt des Schulstandortes Frankenheim. Aus diesem Einsatz ist inzwischen mehr entstanden als der Wunsch, die eigene Schule zu erhalten. Gemeinsam mit den anderen Schulen der Rhön soll eine Lösung entwickelt werden, von der alle Kinder der Region profitieren.

Die Gespräche werden deshalb auch während der Sommerferien fortgesetzt. Ziel ist es, dem Bildungsausschuss und dem Kreistag ein tragfähiges Konzept vorzulegen, das den Bildungsstandort Rhön langfristig sichert und weiterentwickelt.

Der einstimmige Beschluss der Frankenheimer Schulkonferenz ist dabei ein klares Bekenntnis, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam an einer guten Zukunft für alle Kinder der Rhön zu arbeiten.